Screenshot: lauraseiler.com, Montage: audionatives.com

Kann man von Podcasts leben? Mit der richtigen Marketingstrategie, den richtigen Themen und einer klaren Vision geht das sehr wohl. Das zeigt zumindest das Beispiel von Laura Malina Seiler, wie Torben Lux auf omr.com schreibt. Als junge Kreative angefangen, hat sie als eine der ersten auf Podcasts gesetzt. Bis heute wurde ihr Podcast rund 16 Millionen Mal heruntergeladen und wird durchschnittlich von 60.000 Zuhörerinnen und Zuhörern verfolgt. Ein Beispiel dafür, dass eine klare Vision Erfolg mit Podcasts möglich macht.

Das schwere Los der Kreativen

Viele kreative Menschen sind lange Zeit auf der Suche, bevor sie den für sich richtigen Weg finden. So ging es auch Laura Malina Seiler, die heute einen erfolgreichen Podcast erstellt und als „Life Coach“ aktiv ist. Sie war eine Zeit lang als Musik-Managerin tätig, wurde in dem Metier allerdings nicht glücklich. Deswegen machte sie sich auf die Suche nach einer neuen Karriere und einer neuen Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen.

Zunächst war es aber schwer, herauszufinden, was sie überhaupt wollte. Sie probierte verschiedene Dinge aus, die allerdings weitestgehend im Sand verliefen. Sowohl beruflich als auch privat gab es einige Startschwierigkeiten, bevor sie mit dem Thema „Persönliche Weiterentwicklung“ ihr Steckenpferd fand. Von da an stellte sie sich auf verschiedene Standbeine, von denen eines ein eigener Podcast war. Heute kann sie von diesen unterschiedlichen Standbeinen ebenso gut leben wie von ihrer Karriere als Managerin. Der Unterschied ist aber: Jetzt ist sie mit ihrem Leben zufrieden.

Eine der Ersten sein hilft

Als eine der Ersten wandte sich Seiler den Podcasts zu. Diese waren in Deutschland damals noch längst nicht so etabliert wie heute. Das brachte ihr viele Vorteile mit sich. Zum einen hatte sie absolute Narrenfreiheit. Es gab keine Normen und Regeln, die es zu befolgen galt. Stattdessen konnte sie die Podcasts als eine Spielwiese nutzen, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Außerdem gab es damals deutlich weniger Konkurrenz. Nur ein paar ausgewiesene Exoten haben damals schon mit Podcasts experimentiert. Das bedeutete zwar auch eine kleinere Zielgruppe, diese hat sich mit der Zeit aber kontinuierlich vergrößert. Heute hören durchschnittlich 60.000 Menschen Seilers Podcast und finden sich in den Themen und der Präsentationsform wieder.

Laura Malina Seiler zu Gast bei Philipp Westermeyer im OMR Podcast

Auf einem Bein steht es sich schlecht

Für Seidel hat sich sehr schnell gezeigt, dass es schwierig ist, sich auf einen Aufgabenbereich allein zu verlassen. Deswegen hat sie von Anfang an versucht, sich mehrere Standbeine aufzubauen. Angefangen hat alles mit einem Instagram-Account, auf dem sie eigene Bilder veröffentlichte (und das bis heute tut). Aus einer kleinen treuen Fangemeinde sind mittlerweile rund 143.000 Follower geworden, die sich für die dargebotenen Inhalte interessieren.

In einem weiteren Schritt probierte sie sich dann im Bloggen aus. Bald merkte sie aber, dass sie für diese Art des Schreibens nicht geschaffen war. Das war der Moment der Initialzündung, als sie auf die Idee kam, ihre Ideen in einem Podcast zu präsentieren. Hierbei kam ihr ihre Ausbildung zum“Life Coach“ zugute, die ihr immer wieder Input und Ideen für ihren Podcast liefert. Zudem schreibt sie heute Bücher und gibt Webinare. All das verschafft ihr ein attraktives Einkommen und gibt ihr berufliche Erfüllung.

Eine Vision und ein klares Thema

Dieses Beispiel zeigt, dass Erfolg mit Podcasts sehr gut möglich ist. Wichtig ist es, ein eigenes Thema zu finden, für das man brennt und über das man gerne erzählt. In den Jahren des Suchens wusste Seiler nie genau, was sie eigentlich will und wohin die Reise gehen soll. Als sie jedoch ihre Leidenschaft für das Coaching und das Thema „Persönliche Entwicklung“ entdeckt hatte, startete sie voll durch. Ein Podcast funktioniert also offensichtlich am besten, wenn er ein bestimmtes Thema besitzt oder zumindest eine Haltung widerspiegelt.

Wer Erfolg mit dem eigenen Podcast haben möchte, sollte sich daher fragen, was das eigene Lebensthema ist. Was sind die Dinge, die einen nicht loslassen und die man mit den Mitmenschen unbedingt teilen möchte? Je ehrlicher einen das betrifft, worüber man spricht, desto glaubwürdiger ist der Podcast. Die Zuhörerinnen und Zuhörer bemerken und goutieren das. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass Seilers Fangemeinde einerseits immer weiter wächst, ihr andererseits aber ihre Fans der ersten Stunde bis heute die Treue halten.